Nur die Hälfte der Schwangeren nimmt Folsäure und Jod gemäß den Empfehlungen

Frankfurt, 13.10.2020 – Viele werdende Mütter zeigen noch Wissenslücken hinsichtlich ihres Folsäure- und Jodbedarfs auf. Zu diesem Ergebnisse kommt die aktuelle Studie zur Erhebung von Daten zum Stillen und zur Säuglingsernährung in Deutschland (SuSe II)*. Demnach greifen Frauen häufig zu spät oder gar nicht zu den empfohlenen Nahrungsergänzungsmitteln.

Die Jodversorgung der deutschen Bevölkerung ist unzureichend!

Ab der Empfängnis bis ins hohe Alter spielt das Spurenelement Jod eine essentielle Rolle. Es ist zentraler Bestandteil der Schilddrüsenhormone Tetrajodthyronin (Thyroxin, T4) und Trijodthyronin (T3), die unter anderem für einen optimalen Schwangerschaftsverlauf, die fetale und kindliche Gehirnentwicklung, ein normales Wachstum, die Knochenbildung und den Energiestoffwechsel von großer Bedeutung sind.

Deutschland ist wieder Jodmangelland!

München, 13. September 2019 (AKJ) – Der Arbeitskreis Jodmangel e.V. (AKJ) stellte im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin in München die neuesten Ergebnisse des Jodmonitorings aus der aktuellen Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) [1] sowie weitere Studienergebnisse zur Jodversorgung vor – mit einem beunruhigenden Trend: […]

Schon vor der Geburt bis zu der Pubertät

Auch wenn Deutschland laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mehr als explizites Jodmangelgebiet gilt, sind Teile der Bevölkerung, unter anderem Kinder und Jugendliche, nicht ausreichend mit Jod versorgt. In der KiGGS-Studie (Untersuchung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) wurde bei etwa 30 Prozent der untersuchten Heranwachsenden eine unzureichende Jodversorgung nachgewiesen. Jod ist ein essentielles […]

Schutzwirkung von Jod bei Nuklearkatastrophen

Bei einer nuklearen Katastrophe, zum Beispiel einem Reaktorunfall, werden zahlreiche Spaltprodukte des verwendeten Urans freigesetzt, unter anderem das radioaktive Jod 131. Generell weist Jod 131 eine relativ kurze Strahlungsdauer auf, sodass sich bereits nach acht Tagen die Hälfte in nicht-radioaktives Jod umwandelt. Das radioaktive Jod  wird, wenn es in die Umwelt gelangt, über die Luft […]

Jodversorgung von nicht gestillten Säuglingen?

Frage von Maria W. aus Erfurt an Professor Dr. Thomas Remer, Senior Scientist und Ernährungsendokrinologe am Studienzentrum DONALD Studie Dortmund der Universität Bonn und 2. Vorsitzender des Arbeitskreises Jodmangel e.V.: Der Kinderarzt hat mir geraten, der Säuglingsanfangsnahrung täglich zwei Tropfen einer Jodlösung beizumengen. Denn der Jodgehalt auf der Verpackung werde mit jodhaltigem Wasser berechnet. In […]

Jodsalz für eine optimale Prävention

Frankfurt, 4. Juli 2017 (akj) – Laut einer aktuellen Stellungnahme der American Thyroid Association (US-amerikanische Schilddrüsengesellschaft, kurz ATA) ist der universelle Einsatz von jodiertem Speisesalz eine optimale Strategie, um jodmangelbedingte Schilddrüsenerkrankungen nachhaltig zu vermeiden (1). Wie effektiv diese Methode sein kann, zeigt auch der Jahresbericht 2016 des globalen Jodnetzwerks (IGN).

Jod und Blutfette

Störungen im Fettstoffwechsel treten in Deutschland häufig auf: Etwa zwei Drittel der Deutschen haben zu hohe Blutfettwerte (1). Diese können das Risiko für kardiovaskuläre Risiken und Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Dass auch das Spurenelement Jod im Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt, verdeutlicht eine aktuelle Studie.

Algen oder Tabletten?

Für Veganer, die kaum Jodsalz oder damit hergestellte Lebensmittel verwenden, sind Algen bzw. entsprechende Präparate eine Alternative, um ausreichend mit dem lebensnotwendigen Spurenelement versorgt zu sein.

Jodgehalt in Biomilch und –milchprodukten?

Frage von Holger K. aus Berlin an Professor Dr. agr. hab. Friedrich Schöne von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft und Beiratsmitglied des Arbeitskreises Jodmangel e.V.: „Ich möchte mich vorwiegend von ökologisch erzeugten Lebensmitteln ernähren. Jetzt habe ich gehört, dass in Biomilch und -milchprodukten weniger Jod steckt als in ‚üblichen‘ konventionell erzeugten. Stimmt das?“