Meeresprodukte für die Jodversorgung

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Aufgrund des Jodgehalts der Meere sind Seefische und andere Meerestiere oder -pflanzen wie Muscheln und Algen von Natur aus jodreich. Ein- bis zweimal wöchentlich sollte deshalb Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Deutschland zählte jedoch im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern in Nord- oder Südeuropa nie zu den traditionellen Fisch-Konsumländern. Auch heute reichen trotz steigendem Fischverzehr die Verbrauchsmengen von über 15 kg Fisch pro Kopf und Jahr in Deutschland nicht aus, um den Jodbedarf zu decken.

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Vorwiegend in Asien tragen auch Meeresalgen und Seetang zur Jodaufnahme bei. Vor dem Verzehr solcher Produkte wird in Deutschland ausdrücklich gewarnt, denn Algen und Seetang sind keine Alternative zu Seefisch oder zu Nahrungsmitteln mit Jodsalz. Da diese Produkte extrem hohe Jodmengen (bis zu 6.500 mg /kg Trockenprodukt) enthalten können, warnt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) vor deren Verzehr.
Bei Menschen in Jodmangelländern, die anders als die asiatische Bevölkerung hinsichtlich des Schilddrüsenstoffwechsels nicht an sehr hohe Jodzufuhren gewöhnt sind, bestehen gesundheitliche Risiken. Vor allem bei Patienten mit heißen Knoten (autonome Überfunktion) kann eine lebensbedrohliche Überfunktion der Schilddrüse ausgelöst werden.

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