Über den Arbeitskreis Jodmangel e.V.

Der Arbeitskreis Jodmangel e.V. (AKJ)  ist ein Zusammenschluss von 16 interdisziplinären, wissenschaftlichen Beiräten, die sich mit dem Jodmangel in Deutschland beschäftigen. Durch intensive Aufklärungsarbeit setzt sich der AKJ dafür ein, die Jodversorgung weiterhin zu verbessern und das Bewusstsein für die Schilddrüsengesundheit zu stärken.

Initiatoren

Der Arbeitskreis Jodmangel e.V. ist eine gemeinnützige Vereinigung aus Ernährungswissenschaftlern und Medizinern der verschiedensten Fachrichtungen sowie Experten aus den Bereichen der Lebensmittelforschung, Kinderernährung, Pharmakologie und Toxikologie. Seine Gründung erfolgte 1984 durch Präsidiumsmitglieder der Sektion Schilddrüse der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Anlass war der in Deutschland weit verbreitete Jodmangel, der bei vielen Menschen zu einem Kropf und zu weiteren Erkrankungen der Schilddrüse führte.

Aufgaben und Ziele

Der Arbeitskreis Jodmangel e.V. sieht seine Aufgabe darin, die Bevölkerung, aber auch Ärzte sowie Multiplikatoren aus den Bereichen der Ernährungsberatung und des öffentlichen Gesundheitsdienstes über Verbreitung, Folgen und Abhilfemöglichkeiten des Jodmangels in Deutschland zu informieren. Er wendet sich aber auch an das lebensmittelproduzierende Gewerbe und die Nahrungsmittelindustrie und entwickelt darüber hinaus Initiativen auf gesetzgeberischer Ebene.

Intensive Aufklärungsarbeit und eine breitere Verwendung von Jodsalz haben die Jodversorgung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Obwohl Deutschland nach Aussage der WHO inzwischen kein ausgewiesenes Jodmangelgebiet mehr ist, sind wesentliche Teile der Bevölkerung nicht ausreichend mit Jod versorgt. Schwangere und Stillende sowie Kinder und Jugendliche, die einen erhöhten Bedarf haben, sind vom Jodmangel besonders betroffen. Ziel des Arbeitskreises Jodmangel  ist es deshalb, die Jodversorgung in Deutschland weiter zu verbessern, um damit gesundheitlichen Folgeproblemen des Jodmangels vorzubeugen. Die Verwendung von Jodsalz auf freiwilliger Basis spielt dabei eine zentrale Rolle. Der AKJ setzt sich dafür ein, dass von dieser Maßnahme auf breiter Ebene Gebrauch gemacht wird. Um die Situation zu verbessern ergreift der AKJ zahlreiche Aktivitäten, die finanziell unterstützt werden durch Unternehmen der deutschen Salzindustrie (Südsalz, Esco, AkzoNobel) sowie pharmazeutischen Herstellern von Jodtabletten (SteriPharm, Sanofi Aventis).

Informationsmaterial

jodbroschüre

Foto: Arbeitskreis Jodmangel

Um die Jodversorgung in Deutschland zu verbessern, unterstützt der AKJ Fachkreise aus den Bereichen der Medizin, Pädiatrie, Ernährungsberatung und Pädagogik sowie des öffentlichen Gesundheitswesens bei der Aufklärungsarbeit. Dazu bietet er Broschüren und Plakate für Fachkreise sowie Verbraucher an, die in begrenzter Stückzahl kostenfrei bestellt werden können.

Beirat

Der Arbeitskreis Jodmangel e.V. wird von 13 aktiven ehrenamtlichen Beiratsmitgliedern unterstützt.

Beiratsmitglieder

  • Priv.-Doz. Dr. Joachim Feldkamp, Bielefeld
  • Prof. Dr. Roland Gärtner, München (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Rolf Großklaus, Berlin (Ehrenmitglied)
  • Prof. Dr. Helmut Heseker, Paderborn
  • Prof. Dr. Gerhard Jahreis, Jena
  • Prof. Dr. Klaus Mohnike, Magdeburg
  • Prof. Dr. Thomas Remer, Dortmund (stellvertr. Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Friedrich Schöne, Jena
  • Prof. Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger, München
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Peter C. Scriba, München (Ehrensprecher)
  • Prof. Dr. Christine Spitzweg, München
  • Michael Thamm, Berlin
  • Prof. Dr. Henry Völzke, Greifswald

inaktive Mitglieder

  • Prof. Dr. Olaf Adam, München
  • Prof. Dr. Christian A. Barth, München
  • Prof. Dr. Karlheinz Bauch, Chemnitz
  • Prof. Dr. Heinz. G. Bohnet, Hamburg
  • Prof. Dr. Rainer Hehrmann, Hannover
  • Prof. Dr. Volker Hesse, Berlin
  • Prof. Dr. Franz A. Horster, Hilden
  • Prof. Dr. Günter Wolfram, München

Die Satzung des Arbeitskreises Jodmangel e.V. finden Sie hier