Jodversorgung in Deutschland

lachse auf eis

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Deutschland – West wie Ost, Nord wie Süd – ist ein Jodmangelgebiet, weil unsere Böden zu wenig bzw. kein Jod enthalten und dieses Spurenelement somit in der tierischen und menschlichen Nahrung fehlt. Große Teile der Bevölkerung leiden deshalb unter den Folgen des Jodmangels. Hinzu kommt bei der Mehrheit der Verbraucher ein zu geringer Verzehr von jodhaltigen Seefischen und Meerestieren. Ein- bis zweimal wöchentlich sollte Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Dennoch deckt eine abwechslungsreiche Ernährung ohne Jodsalz und damit hergestellte Produkte nur maximal die Hälfte der empfohlenen Tageszufuhr. Für die andere Hälfte spielt die Verwendung von Jodsalz in allen Lebensmitteln und insbesondere in Fertigprodukten (egal ob Brot, Fertiggerichte, Wurst oder Käse) eine besondere Rolle.

Familie

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Derzeitige Situation

Intensive Aufklärung und die vermehrte Verwendung von jodiertem Speisesalz (vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln) führte in den letzten 20 Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Jodversorgung. Laut WHO erreichen die Menschen in Deutschland heute eine ausreichende Jodzufuhr, wenn auch im unteren wünschenswerten Bereich. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) 2003, der zweiten Nationalen Verzehrsstudie (NVS II) 2005, der Langzeitstudie DONALD (Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) und der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS) 2014 bestätigen diese Tendenz einer nur zum Teil zufriedenstellenden Jodversorgung.

Risikogruppen

Einzelne Menschgruppen haben aufgrund ihrer Lebenssituation oder Ernährungsweise besondere Anforderungen an ihre Jodversorgung. Bei Kindern beispielsweise nimmt der Bedarf an Jod mit jedem Wachstumsschub zu. Auch werdende und junge Mütter sowie Sportler haben einen höheren Jodbedarf. Vegetarier und Senioren hingegen stehen aufgrund ihrer Ernährung vor besonderen Herausforderungen, um ihre Jodversorgung sicherzustellen.

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