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Merkblatt des AKJ für Frauenärzte und Hebammen: |
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Broschüre "Jodmangel und Schilddrüse - 25 Fragen und Antworten" neu aufgelegt |
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Powerpoint-Präsentation über Jodmangel kostenlos zu bestellen |
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Jod-Infos |
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Weiterführendes Material |
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Merkblatt des BfR "Jod, Folsäure und Schwangerschaft"
Jod, Folsäure und Schwangerschaft
Die Verbesserung bzw. nachhaltige Sicherung der Versorgung mit Jod und Folsäure
von Frauen mit Kinderwunsch und in der Schwangerschaft ist u. a. auch ein besonderes
Anliegen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Berlin, das aus
diesem Grund das Merkblatt "Jod, Folsäure und Schwangerschaft - Ratschläge
für Ärzte" herausgegeben hat. Das Merkblatt informiert, wie wichtig
Jod und Folsäure in der Schwangerschaft sind, welche Möglichkeiten
einer bedarfsgerechten Jod- und Folsäurezufuhr es gibt und wie Überschreitungen
der als sicher erachteten Gesamttageszufuhrmengen an diesen beiden lebensnotwendigen
Nährstoffen vermieden werden können. Es richtet sich vorwiegend an
Ärzte, aber auch an Hebammen und andere Gesundheitsberufe sowie Fachkräfte
der Ernährungsberatung.
Zum
Merkblatt
In Printversion ist das Merkblatt ausschließlich beim Arbeitskreis Jodmangel,
Leimenrode 29, 60322 Frankfurt, Telefon: 069 / 2470 6796, Telefax: 069 / 7076 8753, E-Mail:ak@jodmangel.de
zu beziehen -
nicht beim BfR.
Der Bezug des Merkblattes ist kostenlos. Nachdruck des Merkblattes nur mit Genehmigung
der Pressestelle des BfR.
Merkblatt des AKJ für Frauenärzte und Hebammen:
Jodmangel in Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangere und Stillende sind hinsichtlich der gesundheitlichen Folgen des Jodmangels
nach wie vor Risikogruppen, auch wenn sich die Jodversorgung in Deutschland
in den letzten Jahren erfreulich verbessert hat. Etwa ein Fünftel bis zu
einem Drittel der Frauen geht auch heute noch mit einer Struma in die Schwangerschaft.
Etwa jede fünfte Schwangere hat eine gestörte Schilddrüsenfunktion
im Sinne einer latenten oder manifesten Hypothyreose bzw. Hypothyroxinämie.
Auch bei zehn Prozent der Neugeborenen besteht noch ein Jodmangel mit verminderter
Schilddrüsenhormonproduktion.
Es besteht also weiterhin Aufklärungsbedarf. Frauenärzte und Hebammen
können dabei einen besonders wichtigen Beitrag leisten, indem sie Schwangere
und Stillende auf die Notwendigkeit einer ausreichenden, aber kontrollierten
Jodzufuhr (Mehrfachmedikationen mit Jod sind nicht von weiterem Nutzen) hinweisen.
Informationen dazu finden Sie in dem Merkblatt des Arbeitskreises Jodmangel
für Frauenärzte und Hebammen "Jodmangel in Schwangerschaft und
Stillzeit", das kostenlos vom Arbeitskreis Jodmangel bezogen werden kann
(siehe Broschürenanforderungen).
Zum Merkblatt
Fragebogen zur Jodaufnahme
Schwangere brauchen mehr Jod als Nichtschwangere, denn sie müssen nicht
nur ihre eigene Schilddrüse mit Jod versorgen, sondern auch die ihres heranwachsenden
Kindes im Mutterleib. Gleiches gilt für Stillende. Denn nur wenn die Mutter
genügend Jod hat, wird auch das Baby mit der Muttermilch ausreichend mit
dem wichtigen Spurenelement versorgt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
empfiehlt deshalb für Schwangere eine Jodzufuhr von 230 µg und für
Stillende 260 µg pro Tag.
Dieser Jodbedarf ist in der Regel über die Nahrung allein nicht zu decken.
Deshalb wird empfohlen, zusätzlich etwa 100 (-150) µg Jod pro Tag
in Tablettenform einzunehmen, sei es in Form von Jodtabletten oder einem Folsäure-Jod-Kombinationspräparat.
Eine Mehrfachmedikation von Jod durch Jodtabletten, Jod-Folsäure-Kombinationspräparate
und/oder jodhaltige Nahrungsergänzungsmittel ist allerdings nicht erforderlich
und sollte vermieden werden.
Die Frage einer bedarfsgerechten Jodzufuhr in Schwangerschaft und Stillzeit
sollte stets auch mit dem Frauenarzt besprochen werden. Er kann nach einer Jodanamnese
genaue Empfehlungen geben, welche Jodmengen in welcher Form zusätzlich
zugeführt werden sollten.
Zur Erleichterung der Jodanamnese steht Frauenärzten jetzt ein vom Arbeitskreis
Jodmangel entwickelter Fragebogen zur Verfügung, mit dem die heute wichtigsten
Jodquellen erfasst werden können. Dieser Fragebogen sollte vom Frauenarzt
möglichst im ersten Trimenon der Schwangerschaft ausgefüllt werden,
damit Schwangeren von Beginn an gezielte Empfehlungen für eine optimale
Jodversorgung gegeben werden können, gleichzeitig aber auch Mehrfachmedikationen
vermieden werden.
Zum Fragebogen
Diese seit Jahren stark nachgefragte Broschüre liegt jetzt wieder in völlig
neuer Fassung und mit aktualisierten Fragen und Antworten vor. Sie richtet sich
an interessierte Verbraucher ebenso wie an Fachkräfte des Ernährungsberatungs-
und Gesundheitswesens. Die 24-seitige Broschüre informiert über Jod,
Jodmangel und seine Folgen, den Stand der Jodversorgung und gibt Empfehlungen
zur optimalen Jodversorgung - auch in besonderen Situationen. Ferner enthält
sie Antworten auf Fragen zur Untersuchung und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen
und zur Verträglichkeit von Jod und Jodsalz ... [mehr]
Zur
Broschüre
"Jod für die Gesundheit - Jodmangel und Jodversorgung in Deutschland"
lautet der Titel einer PowerPoint-Präsentation des Arbeitskreises Jodmangel,
die als CD angeboten wird.
Auf den insgesamt 21 Folienvorlagen, die mit begleitenden Texten versehen sind,
werden die Bedeutung von Jod für den menschlichen Körper ebenso dargestellt
wie die Ursachen des Jodmangels und seine gesundheitlichen Folgen. Darüber
hinaus werden Möglichkeiten der Jodversorgung allgemein, insbesondere aber
für Risikogruppen wie Schwangere und Stillende, aufgezeigt. Schließlich
wird auf Fragen der Unbedenklichkeit der Jodmangelprophylaxe mit Jodsalz eingegangen
und auf Maßnahmen verwiesen, die noch erforderlich sind, um den Jodmangel
wie von der UN vorgesehen bis zum Jahr 2005 endgültig zu beseitigen.
Mit dieser Präsentation, die unter der wissenschaftlichen Mitarbeit von
Prof. Dr. Olaf Adam, Universitätsklinik München, herausgegeben wurde,
wendet sich der Arbeitskreis Jodmangel in erster Linie an Fachkräfte des
Gesundheitswesens, der Ernährungsberatung und des Bildungswesens, denen
damit eine praktische Hilfestellung für Vorträge, Schulungen sowie
für die Aus- und Weiterbildung zur Verfügung gestellt wird.
Sind keine Möglichkeiten für eine Beamer-Präsentation vorhanden,
können die einzelnen Themenübersichten auch auf Overhead-Folien ausgedruckt
werden. Außerdem enthält die CD ein Script, in dem sowohl die einzeln
Folien als auch die erläuternden Texte dazu enthalten sind und das als
Referentenvorlage ebenso dient wie zum Verteilen an die Teilnehmer.
Die CD wird zusammen mit der Broschüre "Jodmangel und Jodversorgung
in Deutschland", einer Basisinformation für Gesundheitsberufe und
Beratungskräfte, sowie einem Plakat ausgeliefert und kann kostenlos
angefordert werden beim:
Arbeitskreis Jodmangel
Leimenrode 29
60322 Frankfurt
Telefon: 069 / 2470 6796
Telefax: 069 / 7076 8753
E-Mail:
[top]
Für die Herstellung von jodiertem Speisesalz (Jodsalz), wird in Deutschland Kalium- oder Natriumjodat verwendet. Kaliumjodat wird üblicherweise in Wasser und dem zu jodierenden Speisesalz in dieser Lösung zugegeben. Dieses Verfahren garantiert eine homogene Jodverteilung und sehr genaue Dosierung.
Als Rohstoff für die Darstellung dieser Produkte dienen die Salpeterlagerstätten
Chiles, die bis zu 0,1 % Jod enthalten. Jod liegt in diesen Lagerstätten
bereits als Natrium- oder Calciumjodat (Lautarit) vor, welches zum Zwecke der
Reinigung zu elementarem Jod reduziert wird. Durch Umsetzung mit der entsprechenden
Alkalilauge wird reines Natrium- oder Kaliumjodat gewonnen. Jod liegt dabei
als natürliches, nicht radioaktives Isotop J 127 vor. Die Verwendung von
Chlor ist dabei ausgeschlossen.
[top]
Jodsalz enthält in der Bundesrepublik Deutschland pro Kilogramm im Durchschnitt 20 Milligramm (mg) Jod in Form von Jodat. Das ist so viel, dass bei einer täglichen Verzehrsmenge von fünf Gramm Jodsalz im Mittel 100 Mikrogramm (µg) Jod aufgenommen werden. Damit wird das naturbedingte Joddefizit der Nahrung knapp ausgeglichen.
Jodierte Speisesalze unterscheiden sich weder in Geschmack und Aussehen (Farbe, Konsistenz) noch in der Verwendungsfähigkeit vom "normalen" Kochsalz.
Jodierte Speisesalze werden von allen Salzherstellern angeboten. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Handelsmarken. Der Jodgehalt ist jedoch bei allen gleich. Im Lebensmittelhandel sind ferner noch diverse Kräuter- und Gewürzsalze mit Jod im Angebot.
Sogenannte "Reformsalze" und "Meersalze" sind in der Regel nicht zur Beseitigung
des Jodmangels geeignet, weil sie zu geringe Jodmengen enthalten. Nur "jodiertes
Meersalz" enthält ausreichend Jod.
Personen, die aus gesundheitlichen Gründen auf Speisesalz weitgehend verzichten
müssen, können ihren Jodbedarf über jodierte Kochsalzersatzmittel decken. Sie
sind von der Körnung her dem Kochsalz ähnlich und können wie Speisesalz aus
dem Streuer verwendet werden.
In Deutschland gibt es seit 1991 Jodsalz auch mit einem Zusatz von Fluorid.
Mit diesem Kombinationssalz können nicht nur jodmangelbedingte Schilddrüsenkrankheiten
verhindert werden, sondern es ist gleichzeitig auch ein wirksamer Schutz der
Zähne vor Karies. Im Privathaushalt sollte deshalb bevorzugt dieses Salz zum
Einsatz kommen, insbesondere wenn es sich um Familien mit Kindern handelt.
Eine weitere Variante ist Jodsalz mit Fluorid und Folsäure. Folsäure
ist vor allem vor und während der Schwangerschaft wichtig. Auch in der
Wachstumsphase trägt es zu einer gesunden Entwicklung bei.
Seit September 2002 ist in Deutschland auch Jodsalz mit Fluorid und Folsäure im Handel erhältlich. Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe. Zwei Gramm - das ist die Menge, die üblicherweise täglich pro Person im Haushalt verwendet wird - liefern die Hälfte der empfohlenen Folsäuretagesration. Folsäure hat in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Schlüsselrolle. Sie ist in der Lage, den Homocystein-Spiegel im Blut zu senken. Zu viel Homocystein ist ein Risikofaktor für den Herzinfarkt, aber auch für plötzlichen Herztod und Angina pectoris.
Die zweite wichtige Funktion von Folsäure kommt Frauen in der Schwangerschaft
bzw. ihrem ungeborenen Kind zugute. Denn sie beugt schweren angeborenen Fehlbildungen,
den so genannten Neuralrohrdefekten (z.B. "offener Rücken" oder
Gehirnfehlbildungen) vor.
Wer aus diätetischen Gründen auf Jodsalz verzichten muss, kann zur Deckung
seines Jodbedarfs auch Jodtabletten verwenden. Sie sind auch eine gute Alternative
für Personen, die sich weitgehend vegetarisch oder salzlos ernähren. Jodtabletten
sind zudem für Schwangere und Stillende unentbehrlich, weil in dieser Zeit ein
Mehrbedarf an Jod besteht, der über die Nahrung nicht gedeckt werden kann. Deshalb
sollten Schwangere und Stillende zusätzlich zur Nahrung 100 (-150) Mikrogramm
Jod/Tag in Tablettenform zu sich nehmen. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Arzt.
Auch in der Pubertät besteht häufig ein erhöhter Bedarf, der mit Jodtabletten
optimal gedeckt werden kann. Jodtabletten gibt es rezeptfrei in Apotheken.
Arbeitskreis Jodmangel
Leimenrode 29
60322 Frankfurt
Telefon: 069 / 2470 6796
Telefax: 069 / 7076 8753
| E-Mail: |
Weitere Adressen von Institutionen, die über Jodmangel informieren:
Bundesärztekammer
Postfach 120864,
10598 Berlin
Telefon: 030/400456-0
Telefax: 030/400456-388
E-Mail: info@baek.de
http://www.bundesaerztekammer.de
Deutsche Gesellschaft für
Ernährung e.V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Telefon: 0228/3776600
Telefax: 0228/3776800
E-Mail: webmaster@dge.de
Forum Schilddrüse e.V.
Rembrandtstraße 13
60596 Frankfurt/Main
Telefon: 069/6380-3727
Telefax: 069/6032-7366
E-Mail: info@forum-schilddruese.de
www.infoline-schilddruese.de
Schilddrüsen-Portal für Ärzte
www.sd-bv.de
Adresse des Schilddrüsenverbandes "Die Schmetterlinge e.V."
www.jod-fuer-zwei.de
Adresse der Medizinischen Klinik der Universität München,
informiert über die Bedeutung von Jod für Schwangere, Stillende und
Babys
www.forum-schilddruese.de
Adresse des Forum Schilddrüse e.V. mit Informationen für Patienten
und Ärzte
www.Schilddruese.net
Adresse der Merck Pharma GmbH mit Informationen für Patienten und Ärzte
www.schilddruese.de
Adresse der Schilddrüsen-Initiative Papillon mit Informationen für
Betroffene
www.schilddruesenliga.de
Adresse der Schilddrüsen-Liga Deutschland e.V. für Patienten
www.schilddruesenexperten.de
Die Gesundheitsdatenbank der Diagnostiker Deutschlands mit Adressen von Schilddrüsenexperten
in Deutschland
www.bad-reichenhaller.de
www.esco-salt.com
www.vks-kalisalz.de
H. Vollmer
Die Schilddrüse Das launische Organ
LICo Verlag, Bergisch-Gladbach
P. Pfannenstiel, L.-A. Hotze, W. Schwarz
Der große TRIAS-Ratgeber zur Schilddrüse
Georg Thieme Verlag, Stuttgart
G.v.d. Weiden
Schilddrüse: Das unterschätzte Organ
Georg Thieme Verlag, Stuttgart
P.Pfannenstiel, L.-A. Hotze:
Wirksame Hilfe für die Schilddrüse,
TRIAS-Verlag, Stuttgart
F.Spelsberg, Th. Negele:
Ärztlicher Ratgeber Schilddrüse*,
Wort & Bild Verlag, Baierbrunn
Ch.Eckert-Lill:
Schilddrüse schützen und behandeln*,
Govi-Verlag, Eschborn
K.F. Maier:
Probleme mit der Schilddrüse,
Kneipp-Verlag, Leoben/Stuttgart
H. Kovacs:
Hilfe für die Schilddrüse,
Südwest Verlag, München
R. Hehrmann:
Schilddrüsenerkrankungen, Ursachen,
Erkennung, Verhütung und Behandlung,
Gustav Fischer-Verlag, Stuttgart
G. Mödder:
Erkrankungen der Schilddrüse,
Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg
G. Hoffbauer:
Wenn die Schilddrüse streikt - Ursachen
und Risikofaktoren erkennen
Weltbild-Verlag, Augsburg