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Presseinfos
 

Jodsalzverwendung ist notwendig und unbedenklich

Bäcker und Fleischer sollten sich nicht verunsichern lassen - Bisher erzielte Erfolge sprechen eindeutig für die Jodsalzprophylaxe

Die Verwendung von Jodsalz in Haushalten, Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und in der Nahrungsmittelproduktion, vor allem in Bäckereien und Fleischereien, hat in den letzten Jahren zu einer spürbaren Verbesserung der Jodversorgung geführt. Die Folge davon ist ein deutlicher Rückgang jodmangelbedingter Schilddrüsenvergrößerungen (Kröpfe), vor allem bei Neugeborenen, eine gebietsweise nahezu optimale Jodversorgung von Schülern und teilweise eine verbesserte Jodversorgung von Schwangeren.

Doch das Jodmangelproblem ist noch lange nicht gelöst. Vor allem Jugendliche und Erwachsene sind noch stark vom Jodmangel betroffen. Bei einer bundesweiten Studie mit über 96.000 Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden bei insgesamt 33 Prozent der untersuchten Frauen und Männer eine vergrößerte Schilddrüse, Knoten oder beides festgestellt, und zwar ohne dass die Betroffenen es wussten. Deshalb müssen Maßnahmen zur Verbesserung der Jodversorgung weiterhin auf breiter Ebene und nachhaltig erfolgen. Mit Back- und Fleischwaren, die mit Jodsalz hergestellt sind, können Bäcker und Fleischer einen wichtigen Betrag dazu leisten.

Trotz der erzielten Erfolge in Deutschland, den langjährigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Erfahrungen der jahrzehntelangen Speisesalzjodierung in über 50 Ländern der Welt werden von bestimmten Gruppen immer wieder Kritiken laut, dass die Verwendung von Jodsalz mit gewissen Risiken "erkauft" werden müsse. Zu den Hauptargumenten und immer wieder genannten "Risiken" ist im Einzelnen folgendes zu sagen:

Fazit: Von Jodsalz und damit hergestellten Lebensmitteln gehen keinerlei gesundheitlichen Risiken aus. Alle Argumente gegen Jodsalz sind wissenschaftlich nicht haltbar und daher nicht vertretbar. Die Verwendung von Jodsalz in einem Jodmangelgebiet wie Deutschland schützt die Bevölkerung vielmehr vor den gesundheitlichen Folgen des Jodmangels. Deshalb muss die Prophylaxe mit Jodsalz auf breiter Ebene konsequent und nachhaltig durchgeführt werden. Dies fordern auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die UNICEF und andere internationale und nationale Institutionen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V.

Bäcker und Fleischer sind deshalb aufgerufen, diese risikolose und gesundheitsfördernde Vorsorgemaßnahme weiter nachhaltig zu unterstützen, sich durch anders lautende Erklärungen nicht verunsichern zu lassen und durch Verwendung von Jodsalz zu einer dauerhaften Verbesserung der Jodversorgung und Vermeidung von jodmangelbedingten Schilddrüsenkrankheiten beizutragen.


Prof. Dr. med. Roland Gärtner

Medizinische Klinik - Innenstadt, Klinikum der Universität München,
Mitglied des Arbeitskreises Jodmangel

München, August 2005
AKJ - F 2/05

 

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