"Ein Jodmangel in der Nahrung der Mutter ist bereits in der Phase der Einnistung des befruchteten Eies in die mütterliche Gebärmutter ein Risikofaktor". Darauf weist Prof. Volker Hesse von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Lindenhof, Berlin, hin. Bei Jodmangel reduziert sich nicht nur die Fruchtbarkeit, auch die Rate an Fehl- oder Totgeburten und Fehlbildungen steigt an.
Daher lautet die Empfehlung bei bestehendem Kinderwunsch, schon frühzeitig auf eine ausreichende Jodversorgung zu achten. Dazu gehört der regelmäßige Verzehr von jodhaltigem Seefisch ebenso wie reichliches Trinken von Milch und die ausschließlich Verwendung von Jodsalz im Haushalt. Ferner die Bevorzugung von Speisen und Lebensmitteln wie Brot, die mit Jodsalz hergestellt sind. Wurde eine Schwangerschaft festgestellt, sollte das Jodangebot über die Nahrung durch Jodtabletten ergänzt werden, um den erhöhten Jodbedarf während der Schwangerschaft zu decken. Gleiches gilt später für die Zeit des Stillens.
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