Um die Jodversorgung sicherzustellen, sollte einmal, besser zweimal wöchentlich Seefisch verzehrt werden. Auch Milch und Milchprodukte sind gute Jodlieferanten und sollten deshalb zum täglichen Speiseplan gehören.
Für die Speisenzubereitung im Privathaushalt ist die ausschließliche Verwendung von Jodsalz zu empfehlen. Mit Jodsalz mit Fluorid kann gleichzeitig der Zahnkaries vorgebeugt werden. Deshalb ist im Haushalt dieses Salz zu bevorzugen. Eine weitere Variante ist Jodsalz mit Fluorid und Folsäure. Folsäure ist vor allem vor und während einer Schwangerschaft wichtig.
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Beim Einkauf in Bäckerei und Metzgerei sind mit Jodsalz hergestellte Produkte zu bevorzugen (nachfragen). Gleiches gilt bei der Auswahl von Fertiggerichten, Tiefkühlware, Fertigsaucen und anderen vorgefertigten Produkten (Zutatenverzeichnis beachten. - Jodsalz muss dort aufgeführt sein, wenn das betreffende Lebensmittel damit hergestellt wurde). Beim Außer-Haus-Verzehr ist ebenfalls darauf zu achten, ob die Speisen mit Jodsalz zubereitet wurden. Eine verstärkte Nachfrage des Verbrauchers kann zur Angebotssteigerung von mit Jodsalz hergestellten Produkten beitragen. Für Patienten mit Bluthochdruck oder anderen Erkrankungen, die eine Einschränkung der Salzaufnahme notwendig machen, stehen jodhaltige Kochsalzersatzmittel zur Verfügung. |
Jodsalz sollte in der gesamten Nahrungskette zum Einsatz
kommen. |
Sofern kein ausreichendes Angebot von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln
und Speisen zur Verfügung steht, ist die ergänzende Einnahme von Jodtabletten
der sicherste Weg zur Jodbedarfsdeckung. Das gilt vor allem für schwangere und
stillende Frauen, die einen erheblich höheren Jodbedarf haben. Hier sollte auf
jeden Fall der Arzt befragt werden, um Mutter und Kind vor Jodmangelschäden
zu schützen.
Auch für Veganer sind Jodtabletten eine gute Alternative zur Deckung ihres Jodbedarfs.
*Bei Kindern aus so genannten "Kropffamilien" kann eine zusätzliche Jodzufuhr
mittels Jodtabletten empfehlenswert sein (nach ärztlicher Rücksprache).
Empfehlung laut Ernährungsbericht 2004 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V.Da nach wie vor der Jodversorgungsstatus in Deutschland im internationalen Vergleich nicht ausreichend ist, muss die allgemeine Verwendung von Jodsalz, nicht nur im Privathaushalt, sondern auch in der Gemeinschaftsverpflegung, vor allem aber bei der industriellen und handwerklichen Herstellung von Lebensmitteln oberste Priorität behalten. Regelmäßgiger Verzehr von Seefisch und Milch unterstützt diese Maßnahme, kann aber die Verwendung von Jodsalz und damit hergestellten Lebensmitteln nicht ersezten. Von einem generellen Zusatz von Jod zu diversen Lebensmitteln wird hingegen abgeraten.
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![]() Wichtig für die tägliche Jodversorgung: Mit Jodsalz hergestelltes Brot. ã Arbeitskreis Jodmangel |