Der Jodmangel ist ein seit langem und weltweit bekanntes Gesundheitsproblem. Die Schweiz war Pionierland im Kampf gegen den Jodmangel. 1922 wurde dort Jodsalz eingeführt. Kurz darauf folgten die USA und Schweden, später Österreich.
Besonders sensibel reagieren Kinder und Jugendliche auf einen Jodmangel. Deshalb wurde 1990 auf dem UN-Weltkindergipfel beschlossen, weltweit gegen Jodmangelkrankheiten - vor allem in der jungen Generation - vorzugehen.
Im Verlauf der letzten 20 Jahre haben sich weltweit Verbesserungen bei der Jodversorgung ergeben. Nach wie vor ist der Jodmangel aber nicht ausgeglichen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass immer noch etwa zwei Milliarden Menschen weltweit vom Jodmangel betroffen sind.
Nach den aus 126 Ländern verfügbaren Daten liegt in 54 Ländern noch ein Jodman-gel vor. In 43 Ländern besteht eine weitgehend ausreichende und in 29 Ländern eine sehr reichliche Jodversorgung. Als sicher "Jodmangelfrei" gelten in Europa nur die Schweiz, Österreich, Schweden und Norwegen.
Von den in 126 Ländern untersuchten 6-12-jährigen Schulkindern haben
noch immer 36,5 Prozent einen Jodmangel - das sind 285 Millionen 6-12-Jährige
weltweit.