Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die universelle Verwendung von Jodsalz in mindestens 90 Prozent der Privathaushalte und in allen Bereichen der Lebensmittelherstellung und des Speisenangebots. Die Regel lautet: "Wenn Salz, dann Jodsalz".
In Deutschland darf Jodsalz seit 1989 universell eingesetzt werden - allerdings auf freiwilliger Basis. Auf verpackten Lebensmitteln und Fertiggerichten muss Jodsalz deklariert werden. Bei losen Waren beispielsweise bei Brot oder Wurst sollte beim Bäcker oder Fleischer nachgefragt werden.
Die Akzeptanz von Jodsalz ist sehr gut, derzeit wird in ca. 84 Prozent der deutschen Haushalte Jodsalz verwendet. Die Zielmarke der WHO von mehr als 90 Prozent ist damit noch nicht voll erreicht.
Auch bei Bäckern, Fleischern und in der Gemeinschaftsverpflegung ist die Jodsalzverwendung weit verbreitet. Viele Lebensmittel herstellende Betriebe haben dagegen noch nicht vollständig auf Jodsalz umgestellt. Das gilt vor allem für international agierende Lebensmittelproduzenten. Gründe für den Jodsalzverzicht sind zumeist die noch uneinheitliche Handhabung der Jodsalzprophylaxe in den EU-Mitgliedsländern und dadurch bestehende Handelshemmnisse.
Fazit:
Das Konzept der WHO zur universellen Jodsalzverwendung ist in Deutschland
noch nicht voll umgesetzt worden. Jodsalz muss noch konsequenter im Privathaushalt
und bei der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden.