Enthält die Nahrung nicht genügend Jod, versucht der Körper dies auszugleichen, indem sich die Schilddrüsenzellen vergrößern und vermehren. Damit sollen die geringen Jodmengen besonders effektiv aus der Nahrung "herausgefischt" werden. Übersteigt die Schilddrüsenvergrößerung ein bestimmtes Maß, bezeichnet der Arzt das als Kropf oder Struma.
Ist die Schilddrüse nicht allzu vergrößert und die Bildung der Schilddrüsenhormone bleibt normal, bestehen zumeist keine Beschwerden (medizinisch: Euthyreose).
Kommt es trotz Schilddrüsenvergrößerung nicht mehr zur ausreichenden
Schilddrüsenhormonbildung, liegt eine Unterfunktion der Schilddrüse
vor (medizinisch: Hypothyreose). Mögliche Beschwerden sind Gewichtszunahme,
Frieren, Leistungsminderung, Antriebsschwäche, Konzentrationsminderung,
schnelle Ermüdung, Darmverstopfung, Veränderungen an Haut und Haaren
(trocken, spröde), Schwellungen im Gesicht (Wassereinlagerung) sowie langsamer
Puls und niedriger Blutdruck.