Zur Behandlung eines Jodmangelkropfs werden Jodtabletten, Schilddrüsenhormone (T4) oder eine Kombination aus beidem verordnet. Je früher die Behandlung einsetzt, umso besser sind die Erfolge hinsichtlich einer Kropfverkleinerung bzw. der Vermeidung einer Kropfvergrößerung.
Zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion bei Jodmangelkropf, bei Hashimoto-Thyreoiditis (siehe Frage 20) oder nach operativer (Teil)-Entfernung der Schilddrüse werden Schilddrüsenhormone (T4) verordnet. Die einzunehmende Hormonmenge richtet sich nach den Hormonblutwerten des Patienten.
Besteht ein sehr großer Kropf oder eine Knotenstruma, ist - vor
allem bei älteren Patienten - mit Medikamenten oft keine befriedigende
Behandlung zu erreichen. Es muss dann evtl. operiert werden.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion aufgrund heißer autonomer
Knoten (siehe Frage 6) oder aufgrund einer Basedow'schen
Erkrankung (siehe Frage 20) wird durch Medikamente
(Thyreostatika) die überschießende Hormonbildung so weit gehemmt,
bis sich eine normale Schilddrüsenaktivität einstellt. Individuell
kann es notwendig sein, eine Radiojodtherapie zur Zerstörung von überaktivem
Schilddrüsengewebe durchzuführen oder aber die Schilddrüse operativ
zu verkleinern bzw. zu entfernen.