Jodversorgung bei Sportlern

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Foto: fotolia – michaeljung

Wer viel Sport treibt, benötigt auch viel Energie. Das Spurenelement Jod spielt hier eine wichtige Rolle. Als Bestandteil der Schilddrüsenhormone regelt es unter anderem den Energiestoffwechsel.
Aus Jod und Eiweißbausteinen bildet die Schilddrüse die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese steuern fast alle wichtigen Funktionen im Körper, zum Beispiel den Stoffwechsel, Herz und Kreislauf, Magen und Darm, Nerven und Muskeln.

Damit sich sportlich Aktive beim Sport fit und belastbar fühlen, ist also nicht nur die Energiezufuhr, sondern auch eine gute Jodversorgung wichtig. Denn Sport kurbelt den Stoffwechsel an. Der Kalorienumsatz steigt, mehr Muskelmasse wird gebildet und der Aufbau von Energiespeichern in den Muskeln wird angeregt. Dies erhöht insgesamt den Bedarf an Schilddrüsenhormonen und damit auch an Jod.

Um den Flüssigkeitsverlust beim Sport auszugleichen, müssen Sportler viel trinken. Aber wer viel trinkt verliert auch mehr lebensnotwendiges Jod, da ein Teil über den Urin aus dem Körper ausgespült wird. Aber nicht nur die Trinkmenge beeinflusst den Jodhaushalt. Starkes Schwitzen führt ebenso zum Jodverlust. Dies betrifft vor allem Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren. Aber auch neue Trendsportarten wie Tai-Bo und Spinning lassen den Schweiß fließen.

Ernährungsempfehlungen des AKJ

Sportler sollten deshalb ruhig mehr trinken, am besten kalorienarme Getränke wie Mineralwasser oder ungesüßte Tees. Auf gar keinen Fall sollten sie jedoch aus Angst vor Jodverlusten ihre Trinkmenge einschränken. Sinnvoller ist es, den Mangel an Jod durch eine abwechslungsreiche Ernährung auszugleichen.
Besonders jodreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Seefisch und andere Meerestiere. Auch Milch und Milchprodukte enthalten Jod und sollten deshalb täglich auf dem Speiseplan stehen. Ab und zu können auch Wurst und Fleisch gute Jodlieferanten sein. Denn Tierfutter wird für die Tiergesundheit mit Jod angereichert. Aber das allein reicht noch nicht: Auch Jodsalz liefert einen wichtigen Beitrag zur Jodversorgung.
Bei Fertigprodukten hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Dort sollten Sie auf „jodiertes Speisesalz“ oder „Jodsalz“ achten.
Ob eine ergänzende Jodtabletteneinnahme sinnvoll ist, kann mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Dies kann vor allem bei jugendlichen Sportlern nötig sein.

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