Jod: ein lebenswichtiges Element

Jodmangel führt zu Stoffwechselstörungen und Organveränderungen

Das Spurenelement Jod ist für den Menschen lebensnotwendig. Vor genau 300 Jahren erforschten die französischen Naturwissenschaftler Nicolas Clément-Désormes und Joseph Louis Gay-Lussac seinen elementaren Charakter. Die wichtige Bedeutung von jodhaltigen Zubereitungen für den Menschen war jedoch schon im Altertum bekannt. Dort verabreichte man Schilddrüsenkranken die jodhaltige Asche von Meeresschwämmen oder die Schilddrüse von Schafen.

Im Jahr 1811 wurde Jod ganz zufällig entdeckt. Der Pariser Salpetersieder Bernard Courtois gewann es bei der Herstellung von Pottasche erstmals aus der Asche von Seetang aus der Nordsee. Als er diese Lauge mit Schwefelsäure versetzte, stiegen violette Joddämpfe auf. Auf Grund dieser charakteristischen violetten Dämpfe wurde das Spurenelement 1813 nach dem griechischen Wort „ioeides“ (violett) benannt.

Wichtig für den ganzen Körper
Jod benötigt der menschliche Körper für die Herstellung von Schilddrüsenhormonen. Diese steuern unter anderem den Energiestoffwechsel, Herzrhythmus, Blutdruck, Wachstum und die Gehirnentwicklung“, erklärt Professor Roland Gärtner, Internist und Endokrinologe an der Universität München und Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel. „Wird der Körper nicht regelmäßig mit Jod versorgt, kommt es zu Störungen des Stoffwechsels, zu Organveränderungen und Krankheiten. Ständige Müdigkeit, Antriebsschwäche oder trockene Haut sind erste Anzeichen eines Jodmangels“, so der Experte. Dann kann auch ein so genannter Kropf entstehen, eine durch Jodmangel hervorgerufene Wucherung der Schilddrüse.

Jod in der Ernährung
Weil unsere Nahrung generell zu wenig Jod enthält, muss verstärkt auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit Jod geachtet werden. Deshalb empfehlen Experten, möglichst regelmäßig Seefisch und Milchprodukte zu verzehren sowie im Haushalt ausschließlich Jodsalz zu verwenden. Bei Lebensmitteln wie Brot und Fleischwaren sollte darauf geachtet werden, ob diese mit Jodsalz hergestellt sind. Bei verpackten Lebensmitteln gibt das Zutatenverzeichnis darüber Auskunft, ob bei der Herstellung Jodsalz verwendet wurde. Risikogruppen wie Schwangeren, Stillenden und Jugendlichen, die grundsätzlich einen erhöhten Jodbedarf haben, empfiehlt Professor Gärtner zusätzlich, nach Absprache mit dem Arzt, Jod in Tablettenform einzunehmen.

Ernährungstipps von Prof. Dr. Thomas Remer
Jodreiche Pausenbrote

  • Das Brot sollte mit Jodsalz gebacken sein.
  • Für die „Wurstliebhaber“ sind Wurstwaren zu empfehlen, die mit jodiertem Speisesalz hergestellt sind.
  • Milch und Milchprodukte, wie Joghurt und Molkenkäse sind von Natur aus jodreich und gehören deshalb regelmäßig auf den Speiseplan.
  • Daher ist auch ein Joghurt oder eine Pausenmilch eine ideale Ergänzung.
  • Jodreiches Mittagessen

  • Kitas und Schulen mit eigener Küche dürfen Speisen mit Jodsalz würzen.
  • übernimmt ein Caterer die Verpflegung, so sollte dieser ebenfalls die Gerichte mit Jodsalz zubereiten.
  • Seefisch gilt als guter Jodlieferant, der zweimal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen sollte.
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    Arbeitskreis Jodmangel e.V.
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    Laura Zimmer, Dirk Fischer, Daniel Schwind
    Leimenrode 29, 60322 Frankfurt
    Telefon: 069 / 2470 6796
    Fax: 069 / 7076 8753
    E-Mail: ak@jodmangel.de
    www.jodmangel.de

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