Deutsche sind jodbewusst

Jodsalz hat sich durchgesetzt - Wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Jodmangelkrankheiten

Die Deutschen sind im Hinblick auf die Jodversorgung besonders gesundheitsbewusst: Etwa 84 Prozent der Haushalte verwenden zur Vorbeugung gegen jodmangelbedingte Schilddrüsenkrankheiten bereits Jodsalz. Durch den bevorzugten Griff zu Jodsalz stieg auch der Anteil an Jodsalz bzw. Jodsalz mit Fluorid am gesamten Haushaltspaketsalzabsatz weiter an. Er überschritt im vergangenen Jahr erstmals die 80 Prozent-Marke, wie eine Umfrage unter den Salzherstellern ergab.

Dass Jodsalz von Verbrauchern auf breiter Ebene akzeptiert wird, zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen weltweit durchgeführten Nielsen-Studie. Mit dieser sollte ermittelt werden, welche Lebensmittel mit spezifischem Gesundheitsnutzen Verbraucher bewusst auswählen und regelmäßig kaufen. Auch dabei belegte Jodsalz in Deutschland einen Spitzenplatz. Insgesamt 73 Prozent der befragten Deutschen gaben an, regelmäßig Jodsalz zu kaufen. Weltweit waren es im Durchschnitt 32 Prozent, in Europa sogar nur 30 Prozent. Mit diesem Wert liegt Deutschland bei der Jodsalzverwendung weltweit auf Platz drei knapp hinter China und Indien.

Die breite Verwendung von Jodsalz in Privathaushalten, in Großküchen und in der Lebensmittelwirtschaft hat in den letzten 15 Jahren dazu beigetragen, dass jodmangelbedingte Schilddrüsenvergrößerungen und Schilddrüsenkrankheiten insbesondere bei Kindern stark rückläufig sind. Gebietsweise sind Kinder schon optimal mit Jod versorgt.

Deshalb gilt es nach den Experten des Arbeitskreises Jodmangel, den erreichten Stand zu halten und möglichst weiter auszubauen. Denn noch besteht in Deutschland nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein milder Jodmangel, der zu Schilddrüsenkrankheiten und dadurch ausgelösten Funktionsstörungen führen kann. Als Risikogruppen gelten vor allem Schwangere und Stillende, denen zur Deckung ihres erhöhten Bedarf eine zusätzliche Jodzufuhr in Tablettenform empfohlen wird.

Noch nicht voll umgesetzt ist in Deutschland auch das Konzept der WHO zur universellen Jodsalzverwendung. Dieses sieht vor, dass Jodsalz in mehr als 90 Prozent der Privathaushalte verwendet werden soll, ferner in allen Bereichen (mehr als 95 Prozent) der Lebensmittelherstellung und des Speisenangebotes. Hier beträgt der Jodsalzanteil in Deutschland erst knapp über 30 Prozent. Deshalb appellieren die Experten des Arbeitskreises Jodmangel vor allem an die Lebensmittelindustrie und an das Lebensmittelgewerbe, vermehrt Jodsalz statt herkömmlichem Speisesalz zur Herstellung von Lebensmitteln, insbesondere Back- und Fleischwaren zu verwenden, um den naturbedingten Jodmangel auch in Deutschland endgültig und dauerhaft auszugleichen.

– AKJ –
Groß-Gerau, 15. Februar 2006

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Arbeitskreis Jodmangel e.V.
Organisationsstelle
Laura Zimmer, Dirk Fischer, Daniel Schwind
Leimenrode 29, 60322 Frankfurt
Telefon: 069 / 2470 6796
Fax: 069 / 7076 8753
E-Mail: ak@jodmangel.de
www.jodmangel.de

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